Le Corbusier bezeichnete sie als „die schönsten Naturarchitekturen der Welt“: die Dolomiten bieten Emotionen und außergewöhnliche Panoramas, die man bereits bei der Ankunft in Trentino bewundern kann. Eine Region, die von den typischen Berghütten charakterisiert wird, die zu Füßen der beeindruckendsten Gipfel oder in grünen Tälern liegen, ebenso wie von den Wanderrouten, die sich auf über 6000 Kilometern durch diese Region schlängeln.Die Wanderwege in Trentino gehören zu den wichtigsten Trekkingrouten Europas: einige von ihnen sind außerordentlich beeindruckend, Dank ihres geschichtlichen und geografischen Werts. So zum Beispiel der „Sentiero della pace“, eine Route von Osten nach Westen, die von Anlagen und Festungen aus dem Großen Krieg gesäumt ist. Oder auch der „Sentiero Garda-Brenta“, der den Gardasee mit den Dolomiten um Brenta mit einer Route verbindet, die über 130 Kilometer lang ist und durch mehr als 8700 Meter Höhenunterschiede führt, inmitten einer Umgebung, die teils von Mittelmeer-, teils von Bergvegetation charakterisiert wird.
Die Alta Badia bietet außerdem 50 Kilometer gut angelegte und ausgeschilderte Spazierwege, welche die sechs Ortschaften dieser Gegend verbinden und auf Entdeckungsreise von jahrhundertealten, religiösen Stätten und verzauberten Gipfeln führen. Daher kann man unter zahlreichen Alternativen auswählen. Eine ist zum Beispiel die Route, die zu der höchsten Heiligenstätte Tirols führt, die Kirche Santa Croce, die auf 2045 Metern liegt. Sie wurde von Bischof Konrad von Bressanone 1484 erbaut und 1718 mit einer Unterbringung für die Wallfahrer vervollständigt. In ihren antiken Stuben kann man lokale Spezialitäten kosten, wie zum Beispiel die „Canederli“, Dank der Fertigkeit des Leiters, der gleichzeitig Koch und Küster der Kirche ist. Um die Heiligenstätte zu Fuß zu erreichen, startet man in San Leonardo oder aber legt einen Teil der Strecke mit der Sesselbahn zurück.
Ein zweiter Vorschlag führt auf Entdeckungsreise der antiken Bauernhöfe, die eine Ansammlung aus Landhäusern um einen zentralen Gemeinschaftshof mit Ofen, Holzlager und Brunnen sind. Das Modell „maso chiuso“, d. h. ein nicht unterteilbarer Besitz, geht auf das Kaisertum von Maria Teresa von Österreich zurück: die Bewohner sind stark an diese „masi“ gebunden. Über 200 Landwirte arbeiten in der Natur und versuchen diese unberührt zu erhalten. Die Tourismusverbände bieten wöchentlich Führung an diese Orte.
Trentino bietet außerdem die Möglichkeit, die verschiedensten und unterhaltsamsten Sportarten zu betreiben: Deltaplanfliegen, Paragliding, Kanufahren, Rafting, Klettern und Reiten, bis hin zu Winter- und Sommerski auf dem Eis der Presana auf 3000 Metern Höhe.
Dem hinzu sollte man die zahlreichen Seen nicht vergessen, die sich in dieser Region befinden: es handelt sich um fast 300 Gewässer und auf mindestens zehn von ihnen kann man Segeln und Windsurfen. Die Wassertemperatur der höher gelegenen Seen ist natürlich stets relativ niedrig. Eine der höchsten Konzentrationen der beeindruckenden Wasserspiegel befindet sich in der Berggruppe Adamello-Brenta, innerhalb des gleichnamigen Parks, und die Route der fünf Seen bei Madonna di Campiglio ist zweifellos atemberaubend. In der Berggruppe des Lagorai befindet sich die höchste Konzentration an Bergseen, die in einer einzigartigen Landschaft liegen, welche man in Tappen erforschen kann, Dank der Berghütten und Unterkünfte entlang der Strecke. Die Seen sind auch hervorragend zum Angeln geeignet: hier fängt man vorwiegend Hechte, Forellen, Barsche und Karpfen. Die Angelaktivitäten sind selbstverständlich durch präzise Normen zum Schutz der Wasserwelt geregelt.
April.2002
Trentino (auf Deutsch)