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:: AUF REISEN :: UNBERÜHRTE STELLEN ::
Wildes Sardinien

Es ist als würde man eine Oase erreichen nach einem Tag Reise durch die Wüste wenn man die Cala Goloritzè, einer der vielen unberührten Paradiese der wilden Sardinien, erreicht.

Nicht alle haben Lust sie zu erreichen: da man diese kleine Bucht, wie viele andere dieser Küste, nur zu Fuß erreicht. Hier stoppen noch nicht mal die kleinen Boote die Rundfahrten durch die Buchten anbieten, sie halten nur kurz um das Panorama zu genießen.

Cala Goloritzè wurde vor kurzem zum Naturpark ernannt und ist darum eine geschützte Gegend. Aus diesem Grund ist die einzigste Möglichkeit sie zu erreichen ein kleiner Bergweg der aber die Mühe wert ist.

Die Wanderung beginnt in Golgo, mit einer Steintreppe, und geht weiter entlang einem schmalen und unasphaltierten Pfad. Der Weg ist gut gekennzeichnet, somit ist es unmöglich sich zu verlaufen auch wenn man unterwegs oft durch den wunderbaren Blick abgelenkt wird. Hier gibt es noch die richtige mediterrane Macchia.

Herausragend sind die Kalkfelsen die einen den ganzen Weg begleiten und ganz am Ende der Monolith des Aguglia, mit einer Höhe von 144 Metern. Der Pfad schlängelt sich durch Serpentinen mit engen und steilen Stücken und um so mehr man sich den Ziel nähert um so mehr öffnet sich der Horizont über dem Meer.

Die Landschaft ist morgens verzaubernd und abends romantisch und besser zu genießen als tagsüber unter der heißen Sonne. Den ganzen Pfad entlang findet man zum Glück Bäume und Sträucher die ein bisschen Schatten spenden.

Der Pfad endet wenn man vor sich die ganze Bucht sieht und auf einer Seite eine kleine Höhle mit Tischen und Bänken die es ermöglichen ein Lagerfeuer zu organisieren ohne die Natur der Bucht zu beeinflussen. Hier darf man sich auch die Nacht über aufhalten, was unten am Strand verboten ist, um so eine Nacht unter Millionen von Sternen zu verbringen.

Hinter diesem Punkt trennt nur noch eine kleine Wendeltreppe vom Strand und von hier hat man ein atemverschlagenes Panorama: das kristallfarbene Meer, der Strand aus winzigen weißen Steinen und die Aguglia, wo man oft Bergsteiger sehen kann. Dann auf der rechten Seite die Punta Goloritzè und auf der linken die Grotta del Fico, in der Vergangenheit natürliches Habitat der Mönchsrobbe.


November.2001


Trekking zur Cala Goloritzè (italienisch)
Baunei (italienisch)



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