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Giostra del Saracino eine Emotion aus der Vergangenheit

Die "Giostra del Saracino" (Giostra ad burattum) hat seine Wurzeln im Mittelalter, es war früher eine Art Training für das Militär, zur Zeit als die christlichen Krieger gegen die Moslems kämpften um deren Ausbreitung zu verhindern.
Mit der Zeit wurde das "Spiel" immer wichtiger für die Reichen, da man die "Giostra" aufbaute wenn wichtige Persönlichkeiten in die Stadt kamen oder um besondere Anlässe zu feiern. Heute wird sie einmal im Jahr aufgebaut, um den Stadtheiligen San Donato zu ehren.

Die vier Stadtteile von Arezzo nehmen an diesem traditionellen Fest teil, jeder Stadtteil hat seinen Namen von einem der vier Stadttore: Porta Crucifera, Porta del Foro, Porta Sant’Andrea und Porta di Santo Spirito.

Der Stadtteil der Porta Crucifera ist im Nordosten von Arezzo und trägt die Farben rot und grün. Sein Sitz befindet sich im Palazzo Alberti.

Im Südosten der Stadt befindet sich der Stadtteil der Porta Sant’Andrea der auf seinen Flaggen die Farben weiss und grün hat.

Porta del Foro, der dritte Stadtteil, befindet sich im Nordosten der Stadt und hat seinen Sitz bei der Porta San Lorentino. Seine Farben sind karmesinrot und gelb.

Zu letzt noch der Stadtteil der Porta Santo Spirito, in der Südwestlichen Zone der Stadt. Die Farben, die dieser Stadtteil in seiner Flagge trägt, sind gelb und blau. Der Sitz ist im Bastione di levante der Porta Santo Spirito.

Die "Giostra del Saracino", von der Comune von Arezzo organisiert, beginnt früh morgens mit der Vorlesung der Ausschreibungen, dem eine Parade mit über 300 Personen und 30 Pferden in alten Kostümen aus dem Jahre 1300 folgt. Die Parade wird mit der "benedizione degli armati" (Segnung der Bewaffneten) auf den Treppen des Doms beendet.

Das wirkliche Turnier findet am Nachmittag statt, wenn der Umzug in Piazza Grande einzieht und dort die antiken Fahnen der Stadt abstellt. Nun folgen einige Darstellungen der "Sbandieratori" (Fahnenschwinger) und der Eingang der Kämpfer auf den Kampfplatz. Jetzt wird der "Araldo" die "Disfida di Buratto" (ein Gedicht aus dem 17. Jahrhundert) verlesen, dann werden die Balestrieri und Alabardieri das Publikum grüssen und dann, endlich, kann man beginnen. Am Ende dieser Vorstellung wird eine Musikgruppe die "Hymne des Saracino" vortragen.

Jetzt beginnen endlich die richtigen Kämpfe, die Folge in der die Pferde gegeneinander antreten wird am Sonntag vor den wahrhaftigen Spielen ausgelost. Das Ziel der Ritter ist es mit einer Lanze den Saracino "Buratto, König der Inder" von seinem Platz zu stossen. Das Ritterpaar das am meisten Punkte erzielt (von einem bis fünf) gewinnt die "Goldene Lanze" für sein Stadtteil.



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