Nach dem enormen Erfolg von Jesus Christ Superstar, kehrt Massimo Romeo Piparo in das Teatro Nazionale in Mailand zurück und bringt bis zum 28. März "Evita" auf die Bühne, eine weiteres, großartiges Schauspiel nach einem der zahlreichen Meisterwerke von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice. Nach genau 5 Jahren wird dieses Schauspiel nun erneut inszeniert und hat sich in der Zwischenzeit mit der angewachsenen Erfahrung des Regisseurs und mit der Teilnahme von Olivia Cinquemani, in der weiblichen Hauptrolle, und Bob Simon als Che Guevara (Alter Ego von Frau Peròn) bereichert. Ein Musical über Argentinien und, niemals mehr als heute, über die Verzweiflung eines Volkes, das bereit ist, jedem zu glauben, der ihm einen Halt bietet, um nicht unterzugehen."Evita" ehrt die legendäre Figur von Eva Peròn, eine junge Argentinierin, die sich, nach ihrer Hochzeit mit dem Oberst Peròn kurz bevor dieser zum Diktator wurde und mit der Stärke ihrer leidenschaftlichen Persönlichkeit und einer großen, mehr oder weniger vorgetäuschten Liebe zu ihrem Volk, die Zuneigung und Bewunderung der "campesinos" eroberte und so zur Hauptdarstellerin von Aktionen einer Solidarität wurde, die fast an Demagogie grenzte. Frau Peròn war eine mysteriöse Figur, widersprüchlich und gleichzeitig elegant und vornehm. Sie stand den armen Argentiniern bei, während sie Kleider von Christian Dior trug und von dem Balkon der Casa Rosada aus nahm sie den leidenschaftlichen Zuspruch "ihres" Volks entgegen, womit die den Neid der Aristokratie und des Militärs erweckte.
Tatsache ist, dass die Geschichte von Evita, trotzdem sie von einigen als Diebin und Emporkömmling erinnert wird, auch heute noch bewegt. Es reicht an den tragischen Epilog ihrer Existenz zu denken, als ihr einbalsamierter Körper für lange Zeit in verschiedenen Friedhöfen versteckt wurde, bevor er in seine Heimat zurückkehrte. "Es handelt sich um eine ganz spezielles Schauspiel, vor allem auf Grund der Intensität der Hauptdarstellerin," - bestätigt der Regisseur - " was es sehr verschiedenen von meinen vorhergehenden Werken macht. Man kann es als den Prototypen des Musicals bezeichnen, ein 360°-Schauspiel, auf halber Strecke zwischen Gesang und schauspielerischer Darstellung. Gesang und Musik werden rigoros live vorgetragen, mit einem Orchester auf der Bühne. Auf Maß für Olivia Cinquemani gedacht und realisiert".
Die italienische Evita ist eine junge, aber vollständige Künstlerin. Sie begann als Sängerin auf der Bühne des Ariston in Sanremo, an dessen Festival sie 1996 und 1997 teilnahm, und erreicht das Musical mit "Jesus Christ Superstar", stets unter der Regie von Massimo Romeo Piparo. "Es handelt sich um eine Figur, die mir haargenau passt." - erklärt Olivia Cinquemani - "Ich fühlte mich unmittelbar nah zu Evita, sie schien eine meiner Gleichen zu sein, vor allem in Hinsicht auf ihre Leidenschaft und ihre Fähigkeit, das Publikum zu bewegen".
Das Gegengewicht zu der Hauptfigur der Geschichte ist Che Guevara, der von einem geistvollen und fast zu brillanten Bob Simon dargestellt wir, ein berühmter, amerikanischer Schauspieler, der soeben den Erfolg von "Saturday Night Fever" hinter sich hat. "In "Evita" ist Che Guevara eine metaphorische Figur." - erklärt Piparo - "Es handelt sich nicht um eine historische Persönlichkeit, unter anderem auch weil er und Eva Peròn sich in Wirklichkeit nie getroffen haben: als Eva die Casa Rosada bewohnte, war Ernesto (Che Guevara) noch Student und als er zum Symbol der Revolutionen in aller Welt wurde, war Eva bereit tot. Es handelt sich eher um eine Art Alter Ego der Hauptdarstellerin, der es gelungen ist, wie allen Großen der Geschichte, gleichzeitig in Kontakt mit zwei Extremen der Politik zu kommen: die höchsten Ränge der Macht und das Volk".
Die italienische Tournee
9. - 28. März 2002 in Mailand, Teatro Ventaglio Nazionale
2. - 7. April 2002 in Turin, Teatro Colosseo
9. - 14. April 2002 in Genua, Teatro Politeama
16. April - 12. Mai 2002 in Rom, Teatro Olimpico
März.2002
Teatro Ventaglio Nazionale (auf Italienisch)
Massimo Piparo im Internet (auf Italienisch)