Das Amüsement beginnt bereits unter den Schauspielern auf der Bühne: Vincenzo Salemme, Maurizio Casagrande und Carlo Buccirosso lassen der freien Improvisation reichlich Raum und lachen herzhaft über die Gag des Kollegen, bevor die zur „Gegenattacke“ mit einer neuen, nicht im Drehbuch enthaltenen Antwort übergehen.Insofern tagesfrische Komik, die die zweieinhalb Stunden des Schauspiels „Sogni e bisogni“ äußerst angenehm macht. Die Geschichte hat etwas surreales: Hauptdarsteller das männliche Geschlechtsteil (d. h. Salemme, der als Pulcinella verkleidet ist und eine rote Maske trägt), das sich selbst als „Stämmchen des Glücklichseins“ bezeichnet. Es hat das langweilige Lebens satt, das ihm von seinem Besitzer aufgezwungen wird und verlässt seinen „festen Standort“. Die Konsequenzen lassen selbstverständlich Tränen lachen, Dank auch der hervorragenden Interpretation der gesamten Kompanie: eine besondere Nennung geht an Teresa del Vecchio und Massimo Andrei mit ihrer überragenden Darstellung eines Portierpaars mit all seinem Tratsch und seltsamen Angewohnheiten.
Salemme nimmt Anstoß an der napolitanischen Komik, ohne hierbei seine Originalität zu verlieren. Die Wortspiele erinnern gewiss an Totò, der aufgepeitschte Rhythmus gehört der Schule von Scarpetta an, das bittere Ende erinnert an Eduardo (mit dem der Schauspieler debütierte), auch wenn das Trio sich eigentliche auf die Smorfia“ (Trosi-Arena_De Caro) bezieht: Salemme erobert sich langsam das Lehrpult mit blitzartigen Gags, Casagrande geht mit Nonchalance von seiner Rolle als Mitdarsteller zu jener des Hauptdarstellers über und wird nach und nach zum Metronom des Schauspielsm, während der sehr begabte Buccirosso als Gefangener eines anonymen Lebens fast Zärtlichkeit in den Zuschauern erweckt.
Auf jeden Fall ist das Lachen unverfälscht und um ihre Zuschauer zum Lachen zu bringen, benutzen die Schauspieler fast nie vulgäre Scherze. Unter diesem Aspekt, schlägt das Theater wieder einmal das Kino.
„Sogni e bisogni“, von und mit Vincenzo Salemme
Die nächsten Termine:
8. – 10. März 2002, Teatro Rossini in Lugo (Bologna)
12. – 13. März 2002, Theater von Tortona
15. – 17. März 2002, Teatro Fraschini in Pavia
19. – 24. März 2002, Teatro Nuovo in Verona
26. März – 7. April, Teatro Parioli in Rom
Februar.2002
Teatro Donizetti (auf Italienisch)
Teatro Rossini (auf Italienisch und Englisch)
Theater von Tortona (auf Italienisch)
Teatro Fraschini (auf Italienisch)
Theater in Verona (auf Italienisch)
Teatro Parioli (auf Italienisch)