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Carlo Boccadoro: freie Musik

Heute Musik schreiben? Ein riesiger Spaß wenn man den Worten von Carlo Boccadoro, Komponist und Direktor des mailändischen Ensemble „Sentieri“, glauben schenkt.

"Das Panorama ist sehr interessant und anregend: es muss nicht mehr alles einem bestimmten Stil entsprechen, wie noch vor 10 Jahren“. In Macerata geboren, 1963, war Carlo Boccadoro ein Schlagzeuger, er hat mit Moni Ovaia zusammengearbeitet. Die beiden haben gemeinsam sogar eine Platte auf den Markt gebracht, Nigun. Er dirigiert aber vor allem ein Orchester mit dem er seine eigene Musik und die anderer italienischer Komponisten auf der ganzen Welt bekannt macht.

"Es war ein Muss immer den gleichen Stil zu respektieren, alles klang gleich. Heute gibt es keine Regeln mehr, jeder kann frei entscheiden was er möchte und den Stil benutzen der ihm am besten gefällt“.

”Mein erstes Werk war "A qualcuno piace tango" (1993), ein Postmodernes Werk, mit vielen Zitaten aus der Welt des Rocks. Sieben Jahre später habe ich mich mit dem Jazz auseinander gesetzt“. Carlo Boccadoro begann 1990 als Komponist zu arbeiten, mit einem Stück das heute noch gespielt wird: ein Oktett mit Blasinstrumenten, ein Gemisch aus Schubert und Cole Porter. "Damals dachte ich noch das die Musik geschmackvoll sein muss, heute denke ich das sie vor allem interessant sein muss, was nicht immer für den guten Geschmack spricht”. Boccadoro mag lieber instrumentale Stücke als Opern, insgesamt hat er drei Opern geschrieben hat aber nicht vor weiter zu kreieren: “Mich interessiert das musikalische Theater, aber die traditionellen Opern interessieren mich nicht mehr“.

”Mir macht es Spaß instrumentale Musik zu schreiben darum ist die Arbeit mit der Gruppe „Sentieri selvaggi“ auch so anregend. Diese Musik ist nur für ein kleines Publikum, es wäre verrückt Musik zu machen um den selben Erfolg zu haben wie die Popmusik, leider versuchen das heute viele.

Im November hat Carlo Boccadoro sich mit der Musik von De André, auseinandergesetzt, in der Vorführung "La Buona Novella" (die gute Nachricht). "Es war eine interessante Erfahrung, ich konnte mich mit der Form der Musik auseinandersetzen“.



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