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"Die Worte meines Vaters" erzählt von Francesca Comencini

 
“Die Worte meines Vaters“ von Francesca Comencini, vorgestellt beim letzten Festival in Cannes in der Kategorie "Un certain regard" ist leicht vom Roman “La Coscienza di Zeno“ von Italo Svevo abgekupfert.

Interpretiert werden die Rollen vom belgischen Schauspieler Fabrizio Rongione, von Chiara Mastroianni und von Mimmo Calopresti.

Worum geht es in „le parole di mio Padre“ (Die Worte meines Vaters)?
Der Film beginnt mit dem Tod eines Vaters. Ein dreißigjähriger Hauptdarsteller, der Sohn von Zeno, muss mit den Problemen die dieser Verlust für ihn bedeuten zurechtkommen. Er ist allein auf der Welt bis er eine grosse Familie kennen lernt, mit einem jungem und lebhaftem Vater und vier Töchtern von denen drei schon erwachsen sind und die vierte noch klein. In dieser „weiblichen“ Familie beginnt die sentimentale Ausbildung des jungen Manns der glaubt jede dieser Frauen zu lieben. In Wirklichkeit versucht er nur durch die Mädchen näher an den Vater ranzukommen von dem er gerne adoptiert werden will. 

Wieso haben Sie einen so schönen, aber genauso schwierigen Roman wie die “Coscienza di Zeno” gewählt?
Als ich dieses Buch mit ungefähr dreißig noch mal gelesen habe, habe ich es endlich verstanden und fühlte mich vor allem vom Kapitel des Todes des Vaters angesprochen. Während ich gelesen habe, habe ich Selbstgespräche geführt, ich fühlte mich so angesprochen das ich einfach antworten musste. Svevo erzählte mir von diesem schrecklichen Tod so das ich ihn irgendwie verarbeiten musste.

Wie haben Sie an der Bühnenbildung und der Charakterisierung der Persönlichkeiten gearbeitet?  
Es war eine sehr lange Arbeit, da ich sehr viele Versionen geschrieben habe in diesen Jahren. Ich habe nur einen Teil dieses Buches genutzt, um genau zu sein zwei Kapitel: das des Todes des Vaters und das der Hochzeit von Zeno. Im Roman passieren sie nacheinander, im Film wollte ich das sie parallel verlaufen. Während Zeno den Tod des Vaters verarbeitet lernt er Mädchen kennen in die er sich verliebt. Das Leben ist nun mal so, während man den Tod eines lieben Menschen verarbeitet geht es trotzdem weiter. Die Mädchen im Buch bleiben fast immer zu Hause, ich wollte sie lebendiger. Ich habe, zum Beispiel, Ada (Chiara Mastroianni) einen sehr starken Charakter gegeben. Sie ist Theaterschauspielerin und versteckt sich hinter der Angst immer perfekt zu sein, weil sie die schönste und älteste ist. Mit Zeno ist sie eher ungeduldig und langweilt sich schnell

Die Familie in diesem Film baut ein Nest, eine kleine Gesellschaft in der für alles Platz ist, von der Liebe bis zu harten Konflikten. Der Vater stellt ein großes Model da und es spielen zwei Töchter von wichtigen Persönlichkeiten wie Comencini und Mastroianni die Hauptrollen. Wie viel dieses Stückes ist autobiographisch?
Ich komme aus einer Familie mit vier Töchtern, wie die im Film. Meine Familie war für mich immer im Zentrum des Lebens, sie war aber genauso aufbauend wie zerstörerisch. Die Familie war für mich schon immer ein Problem und in diesem Film konnte ich endlich meinen immerwährenden Konflikt zwischen Hass und Liebe verarbeiten. Was Chiara angeht habe ich sie gewählt weil sie mir von Anfang an gefiel, diese Arbeit hat ihr sehr geholfen was ihr Leben und ihren Beruf angeht.



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