Die jüngste Filmproduktion von Cristina Comencini, „Il più bel giorno della mia vita“ („Der schönste Tag meines Lebens“) behandelt die Themen Familie, Liebe und die hiermit verbundenen Konflikte. Hauptdarsteller der familiären Verwicklungen sind eine hervorragende Virna Lisi in der Rolle der Mutter Irene, Margherita Buy (ihre Tochter Sara), Sandra Ceccarelli (ihre Tochter Rita) und Luigi Lo Cascio (ihr Sohn Claudio).Den Worten der Comencini nach ist dies „ein Film, der die Schwierigkeiten und die Schmerzen zeigt, welche die Suche nach einer wundersamen Harmonie begleiten, inmitten von gegensätzlichen Gefühlen wie Zärtlichkeit, Kenntnis, Treue, Liebe zu seinen Kindern und Lust, welche mit ihren Regeln Verständnisse und Sicherheiten zerpflückt“.
Es handelt sich um jene Harmonie, nach der alle Figuren des Films suchen, allen voraus Irene, die Mutter, die sich an ihre Erinnerungen gebunden entdeckt, mit der Bitterkeit es nie geschafft zu haben, ihren Kindern das Konzept einer Familie zu vermitteln. Eine der Töchter, Sara, verweigert nach dem Tod ihres Ehemanns jegliche Art von affektivem Kontakt, mit Ausnahme ihres Sohns. Die andere Tochter, Rita, ist auf den ersten Blick ausgewogener, mit einem Ehemann und zwei Kindern, aber hinter der Fassade verbirgt sich eine Unzufriedenheit, die ihr jegliches sexuelles Verhältnis unmöglich macht. Und schließlich der einzige Sohn, Claudio, der unter dem Konflikt seiner Homosexualität leidet und nicht in der Lage ist, offen einen Mann zu lieben und mit diesem eine nicht nur körperliche Intimität zu leben.
Ein derartiger Wirbel aus Unzufriedenheit und unterdrückten Sehnsüchten lässt Spannungen entstehen und unvermeidbar leiden hierunter die Kinder, die mehr oder weniger bewusst dem emotiven Erdbeben ihrer Eltern beiwohnen.
Das Verhältnis zwischen körperlicher Intimität und Liebe ist das Hauptthema dieses Films, ein Verhältnis, „das Glücklichkeit und Schmerz in demjenigen hervorruft, der uns liebt, aber auf das wir heute nicht in der Lage sind, zu verzichten“.
„Il più bel giorno della mia vita“
Regie, Geschichte und Drehbuch von Cristina Comencini
Mit Virna Lisi, Margherita Buy, Sandra Ceccarelli, Luigi Lo Cascio
mit der Teilnahme von Jean-Hugues Anglade und Ricky Tognazzi
Eine Koproduktion Cattleya – Rai Cinema
Vertrieb 01Distribution
Mai.2002
01Distribution (auf Italienisch)