Die Gegend von Frasassi, wenig außerhalb von Genga gelegen, hat über Jahrhunderte hinweg das ausgedehnteste und interessanteste Speläologiepanorama Italiens versteckt. Über 13 Kilomater Grotten, von denen man fast zwei Kilometer besichtigen kann.Man erreicht Frasassi in wenigen Minuten von Fabriano oder Sassoferrato aus. Man kann behaupten, dass die von dem Wind "Sentino" in den Kalkstein gegrabenen Grotten seit jeher mit dem Menschen gelebt haben, bereits seit der Prähistorie, von der noch diverse Zeugnisse erhalten sind.
In den weitläufigen Grotten zu Füßen des Schlunds wurde die Kapelle von S. Maria Intra Saxa errichtet, die im Mittelalter einem Benediktinerkloster angehörte. Die erste erforschte Grotte war 1948 die "Grotta del Fiume". 1971 dann die großartige Entdeckung: die "Grotta del Grande Vento".
Man beginnt die Besichtigung auf dem Eintrittsplatz. Nach einem kurzen, künstlich angelegten Durchgang erreicht man den karstigen Komplex, der aus verschiedenen Gängen gebildet wird und in dem man Stalagmiten und Stalaktiten mit phantasievollen Formen findet, denen die seltsamsten Namen verliehen wurden: "der Wasserfall", der Riese", "der Heuhaufen". Von der "Grotta del Grande Vento" (Saal "Abisso Ancona") aus erreicht man nach und nach die Säle "Duecento", "Sala delle Candeline", "Sala dell'Orsa" und "Sala dell'Infinito".
Der Saal "Abisso Ancona" ist eine enorme Höhle, die in Europa und weltweit zu den größten ihrer Art gehört und ohne Probleme den mailänder Dom beherbergen könnte, auf Grund ihrer 200 Meter Höhe, 180 Meter Länge und 120 Meter Breite. Im Hintergrund der Höhle sind riesige Felsblöcke aufgehäuft, die das Resultat der Einstürze sind, die im Laufe der Jahrtausende aufeinander folgten und ins Leben riefen, was später zu Ehren der Speläologen, die vor 25 Jahren von seiner Spitze herab schauten, "Abisso Abruzzo" genannt wurde.
Die Reise ins Innere des Bergs durch seine verschiedenen Säle ist ein absolut einzigartiges Erlebnis.
März.2002
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Gemeinde Genga (auf Italienisch)
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