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Die „Fabrik“ des Doms


Die Errichtung des Mailänder Doms begann 1386 auf Wunsch des Erzbischofs Antonio di Saluzzo und mit dem Grundriss, der auch heute noch dem Bauwerk eigen ist, allerdings mit gotisch-lombardischen Formen. Erst Fürst Galeazzo Visconti regte 1387 einen stilistischen Umschwung zur weltweit verbreiteten Spätgotik an.

Um 1415 reichen die Strukturen des Doms von der Apsis bis zu dem Querschiff und den ersten beiden Überspannungen der Schiffe. Zu den großartigen Kapiteln fügen sich die ersten Glasfenster der nördlichen Sakristei. Diesen folgen, Mitte des Jahrhunderts, die Glasfenster der lombardischen Schule für die drei großen Fenster der Apsis und die weiteren sieben Fenster der Seiten, während die Kuppel des Tiburio zwischen 1490 und 1500 von G. A. Amadeo und G. G. Dolcebuono erbaut wird, gefolgt von der nord-östlichen Fiale.

Mit dem Episkopat von Carlo Borromeo (1565-1584) und den von Concilio di Trento erlassenen Normen, ändert der Dom seine liturgische Ordnung: So entstehen das neue Presbyterium, der Holz- und Senatoriochor, die großen Orgeln mit ihren bemalten Läden (Ende des 16. Jahrhunderts), die seitlichen Altare und die Marmorumfassung des Chors, welche zwischen 1620 und 1640 von den Reliefen über das Leben der Jungfrau vervollständig wird. Francesco Croce beginnt 1765 die Arbeiten an der Hauptfiale, die 1774 mit der Anbringung der Madonnenstatue (die sogenannte „Madonnina“) aus vergoldeter Bronze fertiggestellt wird.

Mit Kardinal Federigo beginnen die Arbeiten an der Fassade, unter der Leitung des Architekten Richini, der ein Projekt von Pellegrino Pellegrini überarbeitet. Außerdem werden während dem 17. und 18. Jahrhundert die großen Altare der Madonna dell’Albero und von S. Giovanni Bono vervollständigt, während die Fassade ihr heutiges Aussehen annimmt.

In den Jahren 1906-1908 wird das erste Bronzetor angebracht, das heute der zentrale Eingang zum Mailänder Dom ist und von L. Pogliaghi errichtet wurde. Die Fassade wird 1814 nach einem Projekt von Amati-Zanoja fertiggestellt. Man errichtet die letzten Fialen, die Dekorationen der Bögen, die letzten Statuen und neue Glasfenster.

Von diesem Moment an beginnt die Epoche der Restaurationen. Das chronologisch jüngste Werk des Mailänder Doms ist seine neue Beleuchtungsanlage. Das Projekt hierzu, das von dem mailändischen Stromwerk AEM verwirklicht wurde, ist Werk des Studios LED von C. Ferrara und P. Palladino und wurde am vergangenen 30. März der Mailänder Kurie überreicht.

August.2002

Ehrwürdige Fabrik des Mailänder Doms (auf Italienisch)
Diözese Mailand (auf Italienisch, Englisch und Spanisch)



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