Interview mit Ettore Sottsass
Ettore Sottsass ist ein historischer Designer der Formen, Materialien und Farben die durch wunderbaren Launen miteinander vereint werden:F: Woher bekommen Sie die Inspirationen für Ihre Kreationen?
A: Es gibt keinen bestimmten Moment in dem die Inspiration kommt. In meinem Beruf beginnt man schon als Junge an Farben, Formen, an Bilder der Umgebung zu denken und man macht seine Erfahrungen. Nach einigen Jahren kreiert man eine Art Wörterbuch, wie ein Schriftsteller. Man beginnt Romane zu lesen und die Poesien der anderen, und langsam beginnt man sich eine Idee von Literatur zu machen, von dem was eine geschriebene Seite ist.
F: Wie suchen sie die Materialien aus?
A: Das ist ein sehr wichtiger Punkt in der Entwicklung eines Wörterbuches in das man immer mehr Wörter aufnimmt, in dem man sich umguckt, in dem man die Veränderungen der Sprache, der Gesellschaft bemerkt. Es ist wie eine Sprache: einer hört den Kindern auf der Strasse zu und einige Wörter nimmt man in seinem Wortschatz auf weil er damit bestimmte Bedeutungen besser erklären kann. Einer will populäre Sachen sagen, der andere politische und benutzt Worte die im helfen sich auszudrücken. Ich wollte hier hauptsächlich über Möbel sprechen, aber auch über Glasplatten, in ihrer Sinnlichkeit: ihren Farben, ihrer Durchsichtigkeiten; ihrer Leichtigkeit und ihrer Zerbrechlichkeit. Es ist dasselbe mit den Möbeln, mit der Auswahl der Materialien: glänzende Oberflächen, Holz, Metal... Verschiedene Materialien miteinander zu kombinieren heißt das man keine Richtlinien für Materialien hat und das Orte in denen man diese Möbel sucht vervielfältigen kann.
F: Leben Sie in einer ständigen Endwicklung?
A: Es gibt eine ständige Umformung, eine ständige Beachtung und Neugierde für das was passiert und für die Bedeutungen in dem was wir machen, außerdem für die Beziehungen mit der Gemeinschaft selbst.
F: Sie haben mit allen Materialien gearbeitet, Stahl, Holz, Glas… Woher kommt Ihre Vielseitigkeit der Auswahl?
A: Das ist weil ich neugierig bin, ich bin interessiert an allen Sensationen die die diversen Materialien bieten. Es ist wie ein Kleid: sie können eine opake Jacke mit einem glänzenden T-Shirt tragen... Auch beim anziehen Kombiniert man verschiedene Materialien um sich zu unterzeichnen. Wenn ich was zeichnen will und durch diese Zeichnung etwas erklären will dann muss ich dieses komplexe Wörterbuch kennen. Ich empfinde mich nicht als „Indusrial Designer“, sondern als ein theoretischer Designer: deshalb mache ich diese Proben, diese Experimente. Diese Erfahrungen machen mir Spaß und sie machen mich Neugierig.
F: Wohin führt das Moderne Design?
A: Das ist unterschiedlich. Das industrielle Design ist immer mehr beeinflusst vom Markt und den Kosten. Auch weil die Märkte immer größer werden. Zum Beispiel, heute ein Design, mehr als ökonomische Inhalte zu haben, wird zu einem stilistische Punkt. Man muss den Markt immer mit etwas anderem, etwas neuem überraschen. Das Verhalten ändert sich: ich nehme nicht an diesem Problem teil; ich versuche zu kapieren was die Kreation von einer Sprache ist die sich um Bilder dreht.
Im Foto "Cassetti complicati"