Gabriele Mazzotta, Präsident der gleichnamigen Fundation, erklärt uns die Geschichte und die Philosophie der selben, er unterstreicht vor allem die Wichtigkeit der neuen Technologien zur Verbreitung von Kunst und Kultur.Wie kam es zu Gründung der "Fondazione Mazzotta"?
Die Fundation wurde vor zwölf Jahren gegründet, in Zusammenarbeit mit unserer Aktivität als Herausgeber von Büchern und Zeitschriften, eine Aktivität die nun schon seit 35 Jahren besteht. Sie wurde gegründet um meinen Vater zu ehren, dem sie gewidmet ist, und um als Museum zu bestehen. Ich benutze dieses Wort weil die Fundation eine eigene Sammlung an Kunstwerken hat, vor allem auf dem Papier. Die Aktivitäten limitieren sich nicht nur auf Italien sondern sind international. Wir nehmen an Tagungen, Ausstellungen und Seminaren auf der ganzen Welt teil. Das Programm geht über 5-6 Jahre,das heisst wir planen im Voraus. Die Fundation hat auch ein "Istituto di Cultura Visuale - Arte, Scienza e Tecnologia" (Institut für visuale Kunst - Kunst, Wissenschaft und Technologie), das einen weiteren Sitz ganz bei uns in der Nähe hat. Die Aktivitäten waren als wir eröffnet haben ganz was neues, mittlerweile haben sie viele abgeguckt.
Was für Ausstellungen habt ihr im Programm?
Bis zum 10 Juni gibt es die Ausstellung von Kandinsky, die bis jetzt 80.000 Besucher gebracht hat. Die nächste wird zu Ehren Picassos gemacht und weiteren neunundsechzig Künstlern, von Mirò zu Liechtenstein. Im Oktober, zu seinem hundertjährigen Todestag, gibt es eine grosse Ausstellung über Toulouse Lautrecht.
Um welche Art von Kunst kümmert ihr euch?
Wir stellen Werke der grossen Meister aus, aber auch über bestimmte Kunstperioden, ausserdem von wichtigen Fotographen; unser Interesse für die Kunst dreht sich um 360°.
Was für ein Verhältnis gibt es zwischen Kunst und neuen Technologien?
Das "Istituto di Cultura Visuale" wird vor allem mit neuen Technologien arbeiten: wir werden auch ein Portal online haben. Auch die Ausstellung von Kandinsky wird im Internet zu sehen sein. Die Internetseite, die Portal werden wird, ist www.artv.it . Wir haben eine Reihe von jungen Leuten die grade ihr Diplom in Kunstgeschichte gemacht haben die sich darum kümmern. Internet ist im Feld der Kunst fast nicht existent. Mit unserem Projekt wollen wir dieses Loch füllen.
Mein Sie das Internet das richtige Instrument ist um Kunst weiter zu verbreiten?
Natürlich. Es ist sehr wichtig. Ein Instrument das sich parallel zur Presse auf Papier bewegt, Internet gibt aber mehr Möglichkeiten sich in alle Richtungen zu bewegen. Man kann trotzdem in Büchern lernen. Für mich sind es zwei unterschiedliche Dinge die sich gegenseitig ergänzen.
www.mazzotta.it