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:: KUNST, KULTUR UND WISSENSCHAFT :: ITALIENISCHER EINFALLSREICHTUM ::
Italienische Geschichte und Kultur in Rom


Der Palazzo delle Esposizioni in Rom ehrt die Epoche der italienischen Geschichte von der Nachkriegszeit bis zu den Jahren des Wirtschaftsaufschwungs. Die italienische Geschichte eines Italiens, das anhand des lebhaften, intellektuellen Klimas seiner Hauptstadt die internationale Aufmerksamkeit erwecken möchte. Rom ist die wahre Hauptdarstellerin jener Jahre, ein lebhafter Treffpunkt für Künstler, Kritiker, Schriftsteller und Schauspieler.

Die Ausstellung, die von Maurizio Fagiolo dell’Arco erdacht wurde, umfasst verschiedene Abteilungen und erforscht weitreichend die Kultur jener Epoche, von Kunst und Mode, über Kino und Literatur, bis hin zu Theater und Verlagswesen. Die der figurativen Kunst gewidmete Abteilung ist mit ihren über hundert Werken zweifellos die ausgiebigste und wichtigste der Veranstaltung: Anhand von zahlreichen, ausgestellten Künstlern versucht man, dem regen Kulturklima Ausdruck zu verleihen, das in jenen Jahren in der Stadt vorherrschte.

Von dem Entstehen 1947 der historischen Zeitschrift „Forma“, die Werke und Teilnahmen von Accardi, Consagra, Dorazio, Turcato und Sanfilippo umfasst, bis hin zu dem Realismus von Guttuso und dem frühen Mafai und den abstrakten Tendenzen der Galerie „La Tartaruga“ ... die Ausstellung in Rom (die fast schon zu umfangreich ist) versucht die zahlreichen Tendenzen darzustellen, die in jenen Jahren die Kunstwelt bewegten. Dieser Epoche gehört auch die neue Kunst von Burri, Colla, Capogrossi und anderer Maler der „Gruppo Origine“ an: Werke zwischen Abstraktem und Unformalem, die die Präsenz auch in Italien eines lebhaften und sensiblen Klimas bezeugen, das mit einer ganz italienischen Erfahrung in der Lage war, an der internationalen Debatte über die „arte autre“, die „andere Kunst“, teilzunehmen. Jene ursprüngliche, rebellische und provozierende Kunst, die verschiedene Erfahrungen in sich vereinte, von der unformalen Kunst zum „Action Painting“, von „CoBrA“ bis hin zum abstrakten Expressionismus.

In dieser Ausstellung entdeckt man das Rom der Galerie der Modernen Kunst von Palma Bucarelli, ihre legendäre Gründerin, das Rom der intellektuellen Treffen mit internationalen Präsenzen, die von den Hollywoodfilmen in Cinecittà und der Mode der Schwestern Fontana, von Schubert und von Capucci angezogen wurden. Man entdeckt die Stadt der neuen Avantgardezeitschriften und der Plakate, die für Rotella der Ausgangspunkt waren, um eine zerrissene und dann wieder zusammengesetzte Realität darzustellen, aus Formen, die eine Brücke zwischen der Pop Art und Amerika errichten. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

ROMA 1948 – 1959. Arte, cronaca e cultura dal Neorealismo alla Dolce Vita
Wo: Palazzo delle Esposizioni – Via Nazionale, 194 – Rom
Wann: bis zum 27. Mai 2002
Öffnungszeiten: 10.00 – 20.00 Uhr; dienstags geschlossen
Eintritt: € 7,75; ermäßigt € 4,13
Informationen unter der Nummer +39.06.48941230
E-Mail-Adresse

April.2002

Palaexpo (auf Italienisch)
Dolce Vita (auf Englisch)



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