Nach Kandinsky, Vrubel’, Jawlensky und anderen russischen Künstlern in Genua und der Riviera, stellt nun die Ausstellung „Genua’s großartige Malerei aus dem Hermitage: von Luca Cambiaso bis Magnasco“ die zweite, wichtige Etappe des umfangreichen Projekts Genua – Sankt Petersburg dar (das im Herbst mit der Ausstellung „Gemälde und Zeichnungen aus Genua vom 16. bis zum 18. Jahrhundert“ im Hermitage enden wird) und unterstreicht nochmals die enge Zusammenarbeit zwischen Genua und Sankt Petersburg und besonders zwischen dem Palazzo Ducale und dem Museum Hermitage.Die Ausstellung, die von den Betreuerinnen des Hermitage Svetlana Vsevoložskaja und Irina Grigoieva in Zusammenarbeit mit Piero Boccardo organisiert wurde, Leiter der Galerie des Palazzo Rosso in Genua, bietet in erster Linie eine Auswahl an Gemälden und Zeichnungen von höchster Qualität, die Italien noch relativ unbekannt sind: sowohl jene von starken Persönlichkeiten (wie zum Beispiel Luca Cambiaso, Bernardo Strozzi, Grechetto, Valerio Castello oder Magnasco), als auch jene von unbekannteren Künstlern.
Der Hauptteil der Meisterwerke aus Genua aus dem Hermitage stammt aus Ankäufen seitens der Kaiserin Katerina II. während der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, die großartige, europäische Sammlungen erstand, welche die oben genannten Meisterwerke umfassten, deren hoher, künstlerischer Wert bereits damals geschätzt wurde. Einer der bedeutungsvollsten Käufe der Herrscherin ist die Sammlung des Fürsten Heinrich Brühl. Der erste, wichtige Teil der Gemälde von Magnasco (der im Hermitage am zahlreichsten vertretene Künstler aus Genua), der in ganz Europa auf Grund seiner „Modernität“ hoch geschätzt ist, gelangt sogar noch vor Katerina II. nach Russland.
Die ausgestellten Werke vertreten eine Zeitspanne, die vom 16. bis zum 18. Jahrhundert reicht, und umfassen herrliche Gemälde von Luca Cambiaso, Bernardo Strozzi, Giocchino Assereto, G. B. Castiglione „Il Grechetto“, Anton Maria Vassallo, Valerio Castello, G. B. Langhetti, Peter Muller „Il Tempesta“, G. Agostino Cassana, Peirano „Genovese“ und Alessandro Magnasco, ebenso wie Zeichnungen von Luca Cambiaso, Lazzaro Tavarone, G. B. Paggi, Giulio Benso, G. G. Castiglione „Il Grechetto“, Valerio Castello, Bartolomeo Biscaino, Domenico Piola, Giò Andrea Carlone und Alessandro Magnasco. Dem hinzu ermöglicht es eine rare Zeichnung von Charles De Wailly, tiefgehender den Entwurf der Dekorationen des Palazzo Campanella in Via Garibaldi kennen zu lernen, der während dem zweiten Weltkrieg zerstört wurde.
„Grande pittura genovese dall’Ermitage: da Luca Cambiaso a Magnasco“
Wo: Palazzo Ducale, Piazza Matteotti 9, Genua
Wann: bis zum 30. Juni 2002
Öffnungszeiten: täglich 9.00 – 21.00 Uhr; montags geschlossen
Eintritt: € 6,50, ermäßigt € 5,50
Informationen unter der Nummer +39.010.5574000
Mai.2002
Palazzo Ducale (auf Italienisch und Englisch)
Gemeinde Genua (auf Italienisch)
Hermitage (auf Russisch und Englisch)