In den letzten Jahren, auch dank des Werkes des Dalai Lama (Friedensnobelpreis), sind immer mehr Personen im Okzident an der tibetanischen Kultur interessiert. Auch in Mailand sind zahlreiche kulturelle und religiöse Zentren entstanden, außerdem werden Veranstaltungen organisiert die einen großen Erfolg beim Publikum erhalten. Auch wenn uns die wahrhaftige Seele des Tibets noch nicht ganz geläufig ist können wir ihr Wesen in einer wichtigen Kunstausstellung entdecken in der mehr als hundert Werke der antiken tibetanischen Malerei und Bildhauerei ausgestellt sind.Die Wurzeln der tibetanischen Kunst liegen in der indischen da erst im 10. Jahrhundert lokale Künstler begonnen haben einen eigenen Kunststil zu entwickeln. Die Kunst aus Tibet begann mit den berühmten Tang-ka (bemalte Rollen) und der Herstellung von wundervollen Metallstatuen (manche waren auch aus Holz), diese wurden mit dem Vergehen der Zeit immer wichtiger dank der religiösen Rolle die sie annahmen.
Die Kunst brachte in den Himmel des Absoluten: man glaubte das der Erleuchtete, der Boddhisattva, und die anderen Heiligen, durch das Ritual der Konsekration, in die Werke fuhren. Das Beobachten und die Meditation eines Kunstwerks konnten ein wunderbares Erlebnis bedeuten und ein Mittel zur mystischen Aszese werden.
Diese untrennbare Zusammenkunft zwischen religiösem Glauben und Kunst geben heute noch die Möglichkeit die wahre Seele des Tibets zu entdecken: und genau dies ermöglicht die Ausstellung "Fascino e mistero dell'arte tibetana" organisiert von Renzo Freschi, die vom 18. Oktober bis zum 30. November in Mailand stattfindet.
Die Ausstellung, organisiert von der Galerie Renzo Freschi Oriental Art in ihrem Sitz in Via Gesù 17, ist in 5 Sektionen aufgeteilt: die Portraits der tibetanischen Kunst von 1300 bis 1600; 20 seltene, vielfarbige Holzstatuen: es ist das erste Mal das eine so große Sammlung an Holzwerken ausgestellt wird; 40 Bronzestatuen, 1300 bis 1700; seltene Temperagemälde und Statuen die den Schutzheiligen gewidmet sind; eine Sammlung an Holzdeckblättern für Bücher aus den Jahren von 1200 bis 1500.
Der Katalog, der aus 80 Seiten besteht und 50 Werke beschreibt, mit zwei Einleitungen und fünf Beschreibungen der unterschiedlichen Sektionen, ist vom Prof. Eriberto Lo Bue, einer der wichtigsten Forscher der tibetanischen Kunst, geschrieben.
Uhrzeiten: von Dienstag bis Samstag, von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 19 Uhr. Montags von 15 bis 19 Uhr. Sonntags geschlossen.
Wo: Via Gesù, 17 - Mailand
Wann: vom 18/10 bis zum 30/11/2001
November.2001
Tibetanisch Kunst (englisch)