Picasso zurück in Mailand. Im Palazzo Reale wurde die Ausstellung “200 capolavori – dal 1898 al 1972” (200 Kunstwerke – von 1898 bis 1972) eröffnet, in der man die Werke des spanischen Künstlers bewundern kann, dessen Werke 1953 zum ersten Mal in Mailand ausgestellt wurden. Es ist eine Veranstaltung die man nicht verpassen sollte, über 200 Werke: Gemälde, Skulpturen und Gravierungen die es ermöglichen die Innovationen des großen Meisters zu verstehen. Die Ausstellung, organisiert von der Gemeinde von Mailand in Zusammenarbeit mit der Region Lombardei und Mondadori, dokumentiert das ganze Leben von Picasso und seine künstlerischen Veränderungen, von seinen ersten Jahren in Spanien, zur kubistischen Experimentierung mit seinem Freund Braque, über die Werke mit denen er die Herrschaft von Franco kritisiert bis zur letzten kreativen Fase.
Die Ausstellung die von Bernice Rose und Benard Ruiz Picasso organisiert ist folgt einem kronlogischen Faden der den Besucher durch das komplizierte Leben des Malers aus Malaga führt. Vom Selbstmord aus Liebe des brüderlichen Freundes Casagemas mit dem Picasso sich in Paris eine Wohnung teilte der den Anfang der “Blauen Fase” Picassos bedeutet. Das Treffen mit George Braque bringt ihn zum Nachdenken über das Konzept von Schönheit das seitdem nie mehr das selbe war. 1907, mit „Le Demoiselles d’Avignon“ verändert er die moderne Malerei: der Kubismus wird geboren.
Es wird unter anderem auch einer der über 800 Versuche des Gemäldes “Demoiselles” ausgestellt in dem man sehen kann wie die einzelnen Linien vereinfacht werden, wie jede Figur aus unterschiedlichen Prospektiven gesehen werden kann, jede Linie ist selbstständig, ein beschreibendes Element. Unter der Diktatur von Franco begann Picasso Karikaturen zu zeichnen, gegen die Tyrannei.
Die persönlichen Ereignisse des spanischen Meisters, vor allem seine zahlreichen Frauen, hatten immer einen starken Einfluss auf seine Art zu zeichnen: Frauen die von Jungfrauen zu Prostituierten werden, um sich dann in Monster zu verwandeln vor denen der Meister flüchtet. Die persönlichen Ängste von Picasso spiegeln sich in den Farben und Posen von Marie Therese, Olga Koklova, Fernande und Françoise Gillo wieder.
Ein vielseitiger Künstler liebte es unterschiedliche Techniken auszuprobieren, von den Gravierungen der Stiere oder seine Arbeiten in Keramik. Ein langes artistisches Leben das mit einem neunzigjährigen Mann endet der eine Frau zeichnet deren Gesicht sich in einen Kuss verwandelt.
Picasso
200 capolavori dal 1898 al 1972
Mailand, palazzo Reale
15. September 2001 – 27. Januar 2002
Preis: Lire 10.000
Infoline und Bestellungen (englisch)