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Gaddini „stört“ und begeistert Österreich


Der diesjährige Sieger der Internationalen Biennale für zeitgenössische Kunst in Österreich, die vor wenigen Tagen in dem herrlichen Rahmen des Schlosses von Hüttenberg im Herzen von Kärnten zu Ende ging, ist ein junger Künstler aus der Toskana. Luca Gaddini wurde ausgewählt, um gemeinsam mit weiteren 80 Künstlern aus aller Welt an der österreichischen Biennale teilzunehmen, unter anderem die Toskaner Piero Rolla aus Livorno, Fontanelli aus Certaldo und Piero Barducci aus Sesto Fiorentino.

Für Luca Gaddini bedeutet dies die bisher größte Auszeichnung seines Schaffens, die ihm von einer internationalen Jury verliehen wurde, welche sein Werk „Accesso negato“ („Zugang verweigert“) prämiert hat, bei dem Gaddini anhand eines Computers eine Art „Störung“ kreiert, die jener der kodifizierten Fernsehsender ähnelt, welche daraufhin auf weitläufige Leinwände gedruckt wird.

Lucca Gaddini wurde 1963 in Lucca geboren und nach dem Diplom am Kunstinstitut seiner Stadt, nähert er sich dem Einsatz der Computergraphik, um jene Störung zu erforschen, die – wie man in der Kritik lesen kann, die sein Werk begleitet und von der Journalistin und Kunstkritikerin Cristina Oliveri verfasst wurde – „zu einem Prozess wird, der die Gedanken in ein emotionelles Standbild verwandelt und als Materialen die Reste des Tages, Erinnerungen an Situationen, Tatsachen und Empfindungen verwendet, die man erlebt hat. [...] Seine Maschine übersetzt einen klaren in einen kodifizierten Text und umgekehrt, als eine Art Demokratisierung des Bilds, das von Emotionen geschaffen wird, von Leidenschaft und Schmerz, von Freude bis hin zu der Überdosis an Bildern, der wir täglich ausgesetzt werden [...]“.

Insofern ein Künstler, der schwer zu erklären und vielleicht auch zu verstehen ist, der aber die österreichische Biennale für zeitgenössische Kunst bezaubert hat, die von Karl A. Irsigler, dem Präsidenten Harry Jeschofnig und der Vizepräsidentin Margaretha M. Bauer organisiert wurde.

Auf dem zweiten und dritten Platz platzierten sich der griechische Künstler Jannis Markopoulos und die amerikanische, hyperrealistische Bildhauerin Carole Feuermann.

September.2002

Luca Gaddini (auf Italienisch)
Internationale Biennale für zeitgenössische Kunst in Österreich (auf Deutsch)



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