In einer verlassenen Ecke des französischen Lothringen, fast an der Grenze zu Luxemburg, gibt es einen kleinen Ort der Villerupt heißt. Die Tradition erzählt das dies der Ort der Wölfe ist, weil “nur Wölfe in einem solchen Ort leben können”. Villerupt ist eine besondere Stadt, eine Umgebung voll mit Bergwerken und Ziegelbrennereien, die seit mehr als einem Jahrtausend Ziel italienischer Auswanderer ist.Es ist also kein Zufall wenn genau hier seit 24 Jahren das Festival des italienischen Kinos stattfindet. Ein Festival das aus dem Wunsch der Einwohner entstanden ist die sich ein engeres Verhältnis mit ihrer Heimat wünschen.
Der Preis der Jury ging dieses Jahr an den Regisseur aus Turin Daniele Gaglianone für den Film “I nostri anni”. Der Publikumspreis ging an „Ribelli per caso” von Vincenzo Terracciano und der Preis der französischen Presse an “Le fate ignoranti” von Ferzan Ozpetek. Zu guter letzt der Preis der Stadt Villerupt der an Michele Placido vergeben wurde. Einige Filme die von 26 Oktober bis zum 11 November gezeigt wurden waren: “La stanza del figlio” von Nanni Moretti (Oscarkandidat), “I cento passi” von Marco Tullio Giordana, “Nobel” von Fabio Carpi, “Le parole di mio padre” von Francesca Comencini, “Alla rivoluzione sulla due cavalli” von Maurizio Sciarra, “Non è giusto” von Antonietta de Lillo und “Domani” von Francesca Archibugi.
Eine Besonderheit des Festivals ist das es ohne viel Werbung veranstaltet wird, so war es immer ein Termin für die Bewohner von Villerupt. In den zwei Wochen in denen das Festival stattfindet reicht das eine Kino das sich in der Stadt befindet nicht, aus diesem Grund wird ein aufblasbares Kino aufgebaut und direkt daneben ein Kirmesplatz.
Es gibt unterschiedliche Arten von Tickets. Eines zum Beispiel gibt die Möglichkeit zwei Filme anzuschauen und im Gemeindesaal von Audun-Le-Tiche einen Teller Nudeln zu essen, wo die Frauen des Dorfes Lasagne und Tagliatelle vorbereiten.
Dezember.2001
Das Festival (französisch)
Lothringen