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Die Poesie, das Theater und die Prosa von D'Annunzio


Von Kritikern geliebt und zugleich gehasst durch seinen Willen aus seinem Leben ein Kunstwerk zu machen, stellt Gabriele D'Annunzio, mit seiner Idee von Ästhetik und seiner Esaltation des Ich, einen der wichtigsten Schriftsteller des italienischen Dekadentismus dar.

Auf der einen Seite Dandy-Dichter mit unzählbaren Geliebten, auf der anderen Seite Prosaschreiber, Patriot, Vorläufer der modernen Zeit, D'Annunzio stellte eine Lebensart, ein Verhaltensmodell und ein Ideal dar, die sich mit dem Begriff “Dannunzianesimo“ zusammenfassen lassen.
 
Die Identifikation von Literatur und Leben ist der Hauptteil der Lebensart von D’Annunzio, der so die politiche Situation Italiens mit dem Ästhetismus konfrontiert: ein Grund der Lebensart des Schriftstellers war die Entdeckung der Werke von Nietzsche, von dem er den Mythos des Supermenschen übernommen hat. Dieser menschliche Mythos verarbeitet er in seinen Theaterstücken und in seinen Romanen, immer begleitet von seinem weiblichen Ideal, den “fatalen” Frauen, immer im Gegensatz zum Mann und zwischen ihm und seiner Affermation.
 
In grossem Teil seiner Werke verarbeitet D’Annunzio sein Leben und kreiert Personen die ganz nach seinem dekadentischen Stil leben, wie Andrea Sperelli im Roman “Il Piacere”, Claudio Cantelmo in 'Le Vergini delle Rocce' und Mila, Hauptdarstellerin des Theaterstücks 'La Figlia di Iorio' und Darstellerin des weiblichen Mythos. Der Dichter D'Annunzio geht über von der Lust nach Purifikation und Heldentaten, zur Liebe zu seiner Nation, wie zum Beispiel das Werk 'Notturno', Beispiel der letzten Werke des Dichters indem er langsam zur Meditation und der Nächstenliebe übergeht.

Eine wichtige Fase in den Werken des Dichters ist vom ersten Weltkrieg gezeichnet. Während der er zahlreiche Artikel für französische und italienische Zeitungen schreibt: er begibt sich an die Front, erst als Journalist, später als Soldat. Er erhält sogar die goldene Verdienstmedaille für seinen politischen und militärischen Einsatz.

Novembre.2001

Biographie von Gabriele D’Annunzio
Gabriele D'Annunzio und sein Übermensch
Museum D’Annunzio (italienisch)



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